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Die wesentlichen Punkte der Petition zusammen·gefasst

Petition für Mindest·lohn in Werk·stätten für Menschen mit Behinderung

Wir fordern die Bundes·regierung auf, das Mindest·lohn·gesetz zu ändern: Menschen mit Behinderung sollen den gesetzlichen Mindest·lohn auch in Werk·stätten für Menschen mit Behinderung bekommen. Sie haben nur eine arbeit·nehmer·ähnliche Beschäftigung. Im Mindest·lohn·gesetz steht jetzt: Sie können nicht arbeiten und erhalten deswegen Leistungen vom Staat. Menschen mit Behinderung werden in die Behinderten·werk·stätten abgeschoben. Dort verbringen sie oft ihr ganzes Arbeit·sleben mit einem Lohn von weniger als 2 Euro pro Stunde. Im Artikel 3 Abs. 3 Satz 2 im Grund·gesetz steht: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Im Artikel 27 Abs. 1 der UN-Behinderten·rechts·konvention heißt es: Menschen mit Behinderung sollen das Geld, das sie zum Leben brauchen durch Arbeit verdienen können. Am besten auf einem Arbeits·markt, der für Menschen mit Behinderungen offen ist. Die Arbeit und das Arbeits·umfeld sollten sie frei wählen können. Genau wie nicht·behinderte Menschen.

In Deutschland arbeiten rund 310.000 Menschen mit Behinderungen in ca. 740 Werk·stätten. Diese Werk·stätten machen einen Umsatz von 8 Milliarden Euro. Werk·stätten für Menschen mit Behinderung werden durch den Staat finanziert. Die Werk·stätten rechnen mit Arbeits·zeiten von 35-40 Stunden pro Woche. Wird weniger ge·arbeitet, erhalten die Mitarbeiter auch weniger Geld zu ihren Sozial·leistungen dazu. Auf ihren Seiten im Internet werben Werk·stätten mit der hohen Qualität ihrer Produkte. Damit sie Aufträge aus der Industrie bekommen. Menschen mit Behinderung stellen nicht nur Besen her. Sie arbeiten auch für die Industrie. Sie machen komplizierte Arbeiten an Maschinen mit moderner Technik, stellen Dinge aus Kunst·stoff her, arbeiten und kontrollieren im Lager der Werk·stätten oder sind in der Garten- und Landschafts·pflege tätig. Die Industrie nutzt gerne das Angebot der Werk·stätten für Menschen mit Behinderung, weil sie gute Angebote in guter Qualität anbieten. Die Firmen verlagern Teile ihrer Herstellung nicht in das günstige Ausland. Und sie werben damit. Sie sparen sich damit auch einen Teil ihrer Aus·gleichs·abgabe, weil sie Arbeit für Menschen mit Behinderung anbieten. Das bedeutet für die Werk·stätten und Firmen eine doppelte Einsparung. Die Mitarbeiter in den Werk·stätten haben wenig davon.

Liebe Unterstützer, es gibt nicht mehr so viele Arbeitslose und es gibt zu wenig Fach·kräfte in Deutschland. Menschen mit Behinderung sind genauso Arbeitnehmer wie Menschen ohne Behinderung. Es ist richtig, dass Arbeits·plätze für Menschen mit Behinderung anders aus·gestattet werden müssen. Aber es ist falsch, dass Menschen zu wenig Lohn bekommen und nur schwer aus den Werk·stätten heraus kommen.

Für die Petition Sasa Raber und Jan Hofmann

Hier können Sie die Petition unterschreiben

Schwierige Wörter erklärt:

Petition ist ein anderes Wort für Bitte oder Beschwerde. Menschen schreiben eine Petition, weil ein Gesetz neu gemacht oder ge·ändert werden soll. Jeder in Deutschland hat das Recht eine Petition zu schreiben. Das steht im Artikel 17 im Grund·gesetz. Eine Stelle, die eine Petition bekommt, zum Beispiel die Bundes·regierung oder eine Behörde, muss sie anschauen und be·antworten. Die Bundes·regierung oder die Behörden müssen die Bitte oder die Beschwerde, die in der Petition steht, aber nicht erfüllen. (Quelle: www.hurraki.de/ Wörterbuch für Leichte Sprache)

UN ist Englisch und heißt auf Deutsch: Vereinte Nationen. Die Vereinten Nationen sind die Versammlung von sehr vielen Ländern auf der Welt. Diese Länder machen manchmal Verträge mit·einander. Die Verträge nennen sie: Konvention, wir sprechen: Kon-wen-zion.

Umsatz nennt man alle Ein·nahmen, die ein Unternehmen für Waren oder Dienst·leistungen bekommt. Das ist nicht der Gewinn. Über die Gewinne der Werk·stätten steht in der Petition nichts.

Die Aus·gleichs·abgabe ist Geld, die Unternehmen an den Staat bezahlen müssen, wenn sie groß sind und zu wenig Menschen mit Behinderung ein·stellen.

12 Forderungen für mehr Inklusion in München

Am 15. März 2020 steht in München die Kommunal·wahl an. Die Bürger von München wählen dann einen neuen Stadt·rat, neue Bezirks·ausschüsse und einen neuen Ober·bürgermeister. Diese Wahl findet alle 6 Jahre statt. Der Behinderten·beirat nimmt die anstehende Wahl zum Anlass und hat 12 Forderungen verfasst und sie am 5. Februar 2020 an Spitzen·politiker der Parteien übergeben. Ziel der Forderungen ist mehr Inklusion für München. Die 12 Forderungen wurden in den Facharbeits·kreisen und einer extra eingerichteten Arbeits·gruppe des Behinderten·beirats erarbeitet. Mit kleinen Zeichnungen sollen mit einem Augen·zwinkern auf die Inhalte der Wahl·forderungen aufmerksam gemacht und auf diese Weise bei den Politikern im Gedächtnis hängen bleiben.

Die 12 Forderungen auf der Internet·seite des Behinderten·beirats
Die 12 Forderungen als PDF zum Download

Politik·runde

2 Mal im Monat, jeweils Dienstag, 18:00 – 20:00 Uhr

Sie interessieren sich für Politik?
Und Sie haben Spaß an Diskussion und Austausch?
Dann sind sie in der Politik·runde richtig.

Wir reden über soziale und behinderten·politische Themen.
Wir verfolgen, was in der Welt geschieht.
Außerdem diskutieren wir Themen, die Gruppen·mitglieder vorschlagen.
Wer möchte, bekommt zu Beginn ein Abend·essen. Es gibt auch Getränke.

Ansprech·person: Susanne Thümmel 089 – 12 66 11-54
Leitung: Susanne Thümmel
Kosten: 3 – 5 EUR für Essen und Getränke
Ort: OBA im Löhe Haus, 2. Stock